‚Flow-Hive‘: Das Geld ist gesammelt

Ein Wunder ist geschehen: Zwei Imker (Vater und Sohn) in Australien wollten im Internet für eine Erfindung ein wenig Geld sammeln. Hereingekommen ist ein Geldregen von 12,2 Millionen US-Dollar, von 36.530 Geldgebern.

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Die Sammelaktion auf der Website indiegogo ist seit dem 19. April 2015 abgeschlossen. Das Finanzierungsziel von 70 Tausend Dollar wurde um sage und schreibe 17.436 Prozent übertroffen. Nun können und müssen die Erfinder produzieren und liefern. Bei ihnen fließt der Honig ohne weiteres Zutun direkt aus der Plastikwabe ins Glas, bei den Bestellern bislang nicht.

Geflossen ist derzeit nur Geld, geliefert wird zum Jahresende oder später. Um die weltweite Nachfrage und Vorkasse erfüllen zu können, gibt es sogar schon Listen der Frachtraten in aller Herren Länder. Besteller müssen auf weitere Einfuhrsteuern und Zölle achten.

Leicht verzögert wurde der Fortgang durch einen neuen Erdenbürger. Cedar Anderson (der Sohn) gab nämlich die Geburt seines Sohnes am 31. März bekannt. Dies habe ihn etwas in Atem gehalten. Aber er habe den Säugling schon mit zu den Bienen genommen. Dieser habe zwar geschlafen, aber bestimmt die Süße des Honigs gerochen. Eine wahre und rührende Geschichte. Das Spenden- und Kaufaufkommen wird sie wohl nicht behindert haben.

Nach der Bewertung von Jürgen Schwenkel im Editorial in der Aprilausgabe, bewertet auch der Schweizer Imkerverband die Kampagne kritisch. Seine Stellungnahme in einem Artikel des Journalisten Jürg Vollmer steht hier.
gbr