Ackerwildkraut-Wettbewerb 2018

Rapsfeld mit reichlich Mohnbesatz. Foto: J. Schwenkel

Der nächste Ackerwildkraut-Wettbewerb findet 2018 in Niederbayern statt. Wer hier einen landwirtschaftlichen Betrieb hat, kann teilnehmen. Wachsen da noch kleine blühende Kräuter zwischen den Getreidepflanzen? Dazu die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: „Dann tun Sie offensichtlich schon etwas für die Artenvielfalt und unsere Insekten und Sie sind richtig beim Ackerwildkraut-Wettbewerb! Und keine Angst: Sie können nichts verlieren – nur gewinnen und zwar attraktive Preise!“

Ackerwildkraut-Wettbewerb 2018 in Niederbayern

  • Preis: Gutschein für Bio-Hotel im Wert von 300 Euro
  • Preis: Gutschein für Bio-Hotel im Wert von 200 Euro
  • 3.-5. Preis: Wellness in der Region
  • 6.-15. Preis: Sachpreise

Durch die intensive Landwirtschaft geht die Vielfalt der Ackerwildkräuter in den letzten Jahren immer stärker zurück. Gerade die kleinwüchsigen Arten von „Grenzertragsstandorten“, wie z. B. Kalkscherbenäckern oder mageren Sandäckern verschwinden, wenn die Landwirtschaft dort aufgegeben wird. Die auf diesen Standorten typischen „Unkräuter“ gehören inzwischen zu den seltenen und gefährdeten Pflanzenarten. Mit dem Wettbewerb sollen nicht die konkurrenzstarken Gräser und Kräuter wie Quecke, Ampfer oder Ackerkratzdistel gefördert werden. Viele der selteneren Ackerwildkräuter sind zarte Pflanzen, die für die Feldfrucht kaum Konkurrenz darstellen. Sie zu fördern schadet nicht, sondern bringt auch noch etwas: Ackerwildkräuter bieten Lebensraum und Nahrung für eine Vielzahl heimischer Insektenarten – zum Teil sehr nützlichen wie beispielsweise der Honigbiene. Diese Pflanzenarten sind weiter zu erhalten, denn für sie hat unsere Landwirtschaft erst den passenden Lebensraum geschaffen.

Auch wenn Niederbayern für seine produktive Landwirtschaft – v. a. im Gäuboden – bekannt ist, bieten seine abwechslungsreichen Landschaften vielfältige Standorte und ein großes Potential an wertvollen Ackerlebensräumen. Besonders in den weniger ertragreichen Gebieten wie etwa im Bayerischen Wald, auf den flachgründigeren Böden im Nordwesten oder den Schotterböden entlang der Flüsse erhoffen sich das Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft rege Beteiligung – und auch so manche Überraschung!

Quelle, Fotohilfen und mehr:
http://www.lfl.bayern.de/iab/kulturlandschaft/177029/index.php

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
E-Mail: Ackerwildkraut.Wettbewerb@lfl.bayern.de