Amerikanische Umweltschutzbehörde will Bienen besser schützen

Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA hat vorgeschlagen, für Bienen hochgiftige Pflanzenschutzmittel (PSM) während der Blüte zu verbieten, wenn Honigbienen als Bestäuber angemietet wurden.

Pflanzenschutzmittel-Applikation in den blühenden Apfelbestand.
Pflanzenschutzmittel-Applikation in den blühenden Apfelbestand. © www.bee-safe.eu

Die Beschränkungen würden für die meisten Insektizide (z.B. gegen Blattläuse) und für einige Herbizide („Unkrautvernichter“) gelten. Strengere Regelungen, die bereits für einzelne Substanzen gelten, werden dadurch nicht ersetzt. Die US-Behörde möchte dadurch den Kontakt der Bienen mit PSM verringern und hofft, so auch andere Bestäuber zu schützen. Zusätzlich zu diesen Beschränkungen werden neue Anwendungen von Neonicotinoiden nicht erlaubt, bis neue Daten verfügbar sind. Im Juni 2015 veröffentlicht die EPA einen Plan zur Umsetzung des Schutzes von Bestäubern. In allen Zweigstellen der Behörde plant sie Bienengärten, und Renaturierungsprogramme sollen nach bestäuberfreundlichen Kriterien durchgeführt werden.

In Deutschland werden als bienengefährlich eingestufte Mittel nicht während der Blüte gespritzt. Dies ist unabhängig davon, ob Bienen als Bestäuber gemietet wurden oder nicht, sondern gilt generell für Kulturen, die attraktiv für Bienen sind.

Mehr Infos (auf Englisch) finden Sie hier:
http://www2.epa.gov/pollinator-protection/epa-actions-protect-pollinators

Dr. Claudia Garrido www.bee-safe.eu