Angekommen in Deutschland: Vespa velutina

Die Biologin Eva Arnold hat in ihrem Dahliengarten in Waghäusel bei Karlsruhe die ersten Bilder der Asiatischen Hornisse in Deutschland gemacht. Die wahrscheinlich mit einer Schiffsladung um 2004 von China nach Südfrankreich gelangte Art breitete sich seitdem immer weiter in verschiedene Richtungen aus, so nach Spanien, aber auch nach Belgien und Italien.

Eins der Beweisfotos, dass Vespa velutina nigrithorax nun in Deutschland angekommen ist.
Eins der Beweisfotos, dass Vespa velutina nigrithorax nun in Deutschland angekommen ist. © Waghäusel

Vespa velutina nigrithorax ähnelt unserer heimischen Hornisse Vespa crabro insofern, dass auch sie langlebige Völker aufbaut, die bis in den Spätherbst aktiv sind. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse baut sie ihre bis 80 cm langen Nester vornehmlich freihängend in Baumwipfel in mehr als 10 m Höhe. Imker fürchten, dass die gewandten Jäger vor allem den Honigbienen gefährlich werden könnten. Hornissenschützer fragen sich hingegen, ob die seit 1987 besonders geschützte heimische Hornisse dieser neuen Konkurrenz gewachsen sein wird.
Quelle: PM NABU LV Berlin vom 09.09.2014, Dr. Melanie von Orlow

Siehe dazu auch unseren Beitrag in der April-Ausgabe dieses Jahres, Seite 18 f.    kn