Asiatischer Marienkäfer setzt sich durch


Mit großem Appetit vertilgt die Marienkäferart Harmonia axyridis Blattläuse. Deshalb wurde sie aus Asien zu uns eingeführt. Die auch Harlekin-Käfer genannte Art war so erfolgreich, dass sie aus den Gewächshäusern entwich und jetzt die heimischen Marienkäfer verdrängen könnte.     Mit welchen Methoden der Asiatische Marienkäfer arbeitet, haben jetzt die Forscher der Universität Gießen Andreas Vilcinskas und Heiko Vogel vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena herausgefunden. Mikrosporidien, winzig kleine Parasiten, verleihen Harmonia axyridis den Erfolg, heimische Arten zu verdrängen. Im Blut, der Hämolymphe, sind Giftstoffe. Fühlt sich der Käfer bedroht, sondert er diese Hämolymphe ab – eine perfekte Biowaffe.     An vielen Orten ist der Eindringling inzwischen sesshaft geworden. Im Herbst treten auch in Deutschland große Schwärme des Käfers auf: Zu Hunderten suchen die Tiere insbesondere Häuser und andere geschützte Orte auf, um zu überwintern und können – neben der reinen Belästigung – beim Menschen auch allergische Reaktionen hervorrufen.   Quelle und mehr unter http://idw-online.de/de/news532931   gbr