Bayerische Staatsforsten und Imkerverbände gemeinsam für Bienen

Lebensraum Wald für Honigbienen. Foto: G. Brockmann
Lebensraum Wald für Honigbienen. Foto: G. Brockmann

Die Bayerischen Staatsforsten und die drei Bayerischen Imkerverbände – Landesverband Bayerischer Imker e.V. (LVBI), Verband Bayerischer Bienenzüchter (VBB) und Bayerische Imkervereinigung (BIV) – wollen sich zukünftig gemeinsam für die Bienen in Bayern einsetzen. Dazu sollen in den Wäldern und Flächen im bayerischen Staatswald mehr Lebensräume für Bienen geschaffen sowie der Austausch zwischen Förstern und Imkern gestärkt werden. Dazu beschlossen die Organisationen eine umfangreiche Kooperation.

Alle staatlichen Forstbetriebe in Bayern stellen für Hobbyimker und Imkervereine kostenfrei Flächen für das Aufstellen von Bienenvölkern zur Verfügung. Bis heute haben die Staatsforsten rund 1.200 Imkernutzungsverträge abgeschlossen. Dieses Angebot ist vielen der fast 35.000 bayerischen Imker allerdings nicht bekannt. Die Zahl der Nutzungsverträge soll nach Ansicht von Verbandsvertretern und Staatsforsten zukünftig deutlich ausgebaut und explizit beworben werden. Denn gerade Imker aus den Städten sowie die rund 3.000 jährlich hinzukommenden Neuimker suchen Flächen für ihre Bienenhaltung.

„Wir machen unsere Wälder für Bienen deutlich attraktiver“, versprach der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer. So sollen Offenlandflächen, Waldränder und Flächen entlang von Waldwegen aufgewertet und künftig mit Hilfe von Bienen und anderen Bestäubern in ihrem Blüten- und Strukturreichtum gestärkt werden. Um dies zu erreichen, sind viele Kooperationsprojekte wie gemeinsame Pflanzmaßnahmen denkbar, erklärt der Staatsforstenchef weiter, der sich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit freut.

Damit der Staatswald ideale Bedingungen für die Bienen bieten kann, ist ein Austausch zwischen Förstern und Imkern wichtig. Verbandsvertreter werden zukünftig verstärkt mit Förstern zusammenarbeiten und diese mit ihrem Fachwissen unterstützen. „In unseren Regionalen Naturschutzkonzepten sollen die Ansprüche der Bienen stärker berücksichtigt werden“, so Neumeyer.
Den Waldumbau hin zu artenreichen, strukturreichen Mischwäldern, den die Bayerischen Staatsforsten aktiv vorantreiben, unterstützen die Imkerverbände. Denn mit der Entwicklung von artenreichen Mischwäldern schaffen wir nicht nur den stabilen Zukunftswald von morgen, sondern gleichzeitig ideale Lebensräume für Bienen und andere Bestäuber. „In intakten Wäldern fühlt sich die Biene wohl“, so die Spitzenvertreter der Bayerischen Imkerverbände.

Quelle: PM Bayerische Staatsforsten am 19. 7. 2017, gbr