Bayerns Imkerschaft wird jünger und weiblicher

(23. Dezember 2013) München – Die Imkerei in Bayern erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, ist die Zahl der sogenannten Probe-Imker heuer erneut angestiegen.

Insgesamt über 2.500 Interessierte haben sich bei den örtlichen Imkervereinen von einem Imker-Paten in die Grundlagen der Bienenzucht einführen lassen. Das sind 400 mehr als noch im Jahr zuvor. „Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass unsere gezielte Nachwuchsförderung in den Schulen und Vereinen Früchte trägt“, sagte Brunner. Sie habe zusammen mit dem großen Engagement der Paten und Lehrkräfte zu einer spürbaren Trendwende bei den zuvor rückläufigen Mitgliederzahlen der Vereine geführt. Die inzwischen auf über 30.000 Mitglieder angestiegene bayerische Imkerschaft sei damit insgesamt jünger und weiblicher geworden. Denn auch immer mehr Frauen interessieren für dieses ökologisch sehr wertvolle Hobby. In dieser früheren Männerdomäne besteht der Nachwuchs mittlerweile zu einem Drittel aus Frauen.
Seit Einführung der Nachwuchsförderung im Jahr 2008 erhalten die Imkervereine maximal zwei Jahre lang 100 Euro pro Jahr und Teilnehmer. Für die über 300 Vereine, die heuer daran teilgenommen haben, werden in diesen Tagen insgesamt mehr als 250.000 Euro ausbezahlt. Schulen mit Imker-Arbeitsgruppen können jährlich bis zu 300 Euro erhalten. Auch die Zahl dieser Arbeitsgruppen ist in diesem Jahr von 68 auf inzwischen 83 gestiegen. Die Schulen erhalten für dieses Engagement heuer zusammen rund 24.000 Euro. Zur Förderung der Imkerei im Freistaat wurden nach Brunners Angaben 2013 insgesamt rund 835.000 Euro investiert. Darüber hinaus fördert der Freistaat agrarökologische Konzepte zur Verbesserung der Bienenweide mit jährlich rund zwölf Millionen Euro. „Angesicht der großen Bedeutung der Bienenzucht für die Landwirtschaft und Umwelt ist dieses Geld gut angelegt“, so der Minister.    Quelle: PM Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 23.12.2013