Bienen schützen Erdbeeren

In Finnland, an der Universität Helsinki, wurde in den letzten Jahren ein Verfahren entwickelt, wie Bienen Erdbeeren vor Schimmelbefall schützen können. Wie Deutschlandfunk am 22. Mai berichtete, baut Professor Heikki Hokkanen ein Kästchen vor die Fluglöcher der Bienenbeuten. Darin befinden sich Sporen eines gutartigen Pilzes. Die Bienen passieren das Kästchen, nehmen die Sporen in ihren Härchen mit und verteilen sie auf den Blüten. Der gutartige Pilz verhindert dann, dass Grauschimmel die Früchte befällt. Dieses Verfahren soll Bio-Anbauern die Ernte sichern helfen, aber auch im Allgemeinen den Fungizid-Einsatz vermindern.   In Celle ist der Bienenforscher Dr. Otto Boecking damit beschäftigt, das Verfahren zur Praxisreife zu bringen. Er sucht Methoden, die Bienen auf die Erdbeeren zu locken, die sie sonst eher meiden. Im Deutschlandfunk sagte Dr. Boecking: „Eigentlich wäre das unser Traum, die Bienen genau lenken zu können. Denn sie bestäuben im richtigen Moment die Blüten, wo dieser Grauschimmel anfangen würde zu wachsen, und dann kommt der Gegenspieler (der gutartige Pilz) ins Spiel.“   Das Verfahren macht sich die einzigartige Fähigkeit der Bienen zu Nutze, zu Tausenden die selbe Blütenart zu besuchen. Eine Parallele gibt es auch in der Früherkennung des Feuerbrands, wo die Bienen den frühzeitigen Befall anzeigen.   gbr     Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2116324/