Bienengesundheit aktuell: Futterversorgung prüfen!

Überfluss oder Mangel? Wer Bienen hungern lässt, gefährdet dessen Vitalität und damit auch die mögliche Honigernte.

Weiße Überbauten im Honigraum signalisieren, hier sind die Bienen gut versorgt.
Weiße Überbauten im Honigraum signalisieren, hier sind die Bienen gut versorgt. © J. Schwenkel

Noch nie waren die Unterschiede so groß? Mancherorts kommen die Imker mit dem Schleudern kaum nach, woanders hungern die Völker. Dass so etwas regional auftreten kann, sind wir gewohnt. Doch dieses Jahr kann sich die Futtersituation schon auf wenigen Kilometern grundlegend ändern. Hier heißt es Obacht geben und die Völker genau beobachten. Auch wenn die Trachtlücken nur kurz sein sollten, können die Folgen gravierend sein. Während ihrer Entwicklung schlecht ernährte Brut ist anfälliger für Krankheiten. Dies können die Bienen später bei einer noch so guten Versorgung nicht mehr aufholen. Gerade in diesem Jahr mit mancherorts bereits hohem Virus-Befall kann eine Infektion schnell um sich greifen. Wer später noch Honig ernten will, darf nur Honig füttern. Sonst greift man am besten zum Zuckerwasser. Doch nicht übertreiben, bis zum Einwintern ist überall noch Zeit.

Dr. Wolfgang Ritter  ritter@bienengesundheit.de