Bienengesundheit aktuell: MAQS – ein Medikament mit Tücken?

Über die Zulassung des neuen Arzneimittels MAQS mit 68,2 g Ameisensäure und die Bedenken der Bieneninstitute hatten wir mehrfach berichtet. Da in Imkerkreisen jedoch weitere Fragen aufgeworfen wurden, sind wir diesen nachgegangen.

Je Bienenvolk werden zwei Gel-Streifen für 7 Tage zwischen die Brutzargen gelegt.
Je Bienenvolk werden zwei Gel-Streifen für 7 Tage zwischen die Brutzargen gelegt. © Fotos aus W. Ritter „Bienen gesund erhalten“

So teilte uns auf Anfrage nun die Firma Biovet Andermatt mit, dass sich alle Untersuchungen, die in Kanada und den USA durchgeführt wurden, auf die Anwendung zwischen den Brutzargen beziehen und nicht zwischen Brutraum und Honigzarge. Diese Untersuchungen waren auch die Grundlage der Zulassung in zehn europäischen Ländern. In der Gebrauchsinformation wird darauf hingewiesen, dass Brut- und Königinnenverluste auftreten können. Zudem müsste die Rückstandssituation im Honig bei Behandlungen zwischen den Trachten noch geklärt werden. Bereits auf der Veranstaltung des Herstellers in Dessau im Juli wurde auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Unterlagen über die Rückstandssituation noch nachgereicht werden müssten.

Da das Medikament zurzeit nicht oder nur schwer erhältlich ist, die Varroa-Situation aber ein schnelles Eingreifen erfordert, sollten Sie, wie bereits mehrfach erwähnt, auf die bewährten Methoden zur Varroabehandlung nach der Saison zurückgreifen und natürlich schnell behandeln – falls dies nicht längst geschehen ist!   Dr. Wolfgang Ritter
ritter@bienengesundheit.de