Bienengesundheit aktuell: Vergiftung oder Krankheit?

Am 29. und 30.04. sowie am 21.05.2014 hatten wir von Meldungen über Vergiftungsschäden in der nördlichen Ortenau und der Schweiz berichtet. Unsere Recherche bei den Untersuchungsämtern ergibt folgenden aktuellen Zwischenstand.

Die große Zahl der Verdachtsfälle von Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel hat besonders im Südwesten die Imker aufgeschreckt. Vereinzelt hat sich der Verdacht bestätigt. Bei einigen war ein bereits nicht mehr zugelassenes Mittel angewandt worden. Bei anderen Fällen ist noch nicht geklärt, welches Mittel verwendet wurde.

Beim Großteil der Proben konnte das JKI in Braunschweig dagegen keinen verdächtigen Wirkstoff finden. Hier geht man davon aus, dass die dieses Jahr bereits extrem früh eintretenden Varroa-Schäden die Ursache sein könnten. Sehr häufig konnte auch das Chronische Paralyse Virus in den auffälligen Bienen nachgewiesen werden. Dies führt, wie bereits zuvor geschildert, zu sehr ähnlichen Erscheinungen wie bei einer Vergiftung.

Das endgültige Ergebnis steht aber bei vielen Proben noch aus. Wir werden weiter über den aktuellen Stand berichten.

Dr. Wolfgang Ritter, ritter@bienengesundheit.de