Bienenschutz aus Stuttgart: Die tun was!

„Der Schutz von Wild- und Honigbienen ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Wer sich mit Bienenhaltung beschäftigt, wird deshalb von der grün-roten Landesregierung mit vielfältigen Maßnahmen unterstützt. Hierzu gehören die Verbesserung der Nahrung für Bienen sowie die schrittweise Reduzierung des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln“, so der Stuttgarter Naturschutzminister Alexander Bonde.

© MLR-Ba-Wü
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„Immer mehr Menschen interessieren sich für Bienen und die Imkerei. Mit der neuen Broschüre ‚Imkerei in Baden-Württemberg – Hobby, Genuss, Natur‘ wollen wir die Lust an der Bienenhaltung und Honigproduktion wecken und praktische Tipps für die Imkerei geben“, sagte Minister Bonde. Darüber hinaus stehe das Land den 16.000 Imkerinnen und Imkern mit Beratungsangeboten und praxisnaher Forschung zur Seite.

Die vielfältige Landwirtschaft mit überwiegend kleinen und mittleren Höfen in Baden-Württemberg sowie das milde Klima bieten den Bienen in der Regel eine gute Nahrungsgrundlage. Um über das nahrungsreiche Frühjahr hinaus in allen Regionen Futterengpässen vorzubeugen, fördert das Land die Ansaat von Blühmischungen im Rahmen der Agrarumweltprogramme, heißt es in der Meldung vom 1. Juli 2014.

„Die landwirtschaftlichen Flächen in Baden-Württemberg sind frei von Gentechnik. Damit auch künftig besonders sensible und naturschutzfachlich hochwertige Gebiete – Rückzugsorte für Tier- und Pflanzenarten – vor Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Organismen geschützt sind, ist grundsätzlich in einem Abstand von 3.000 Metern um die Außengrenzen von Naturschutzgebieten sowie um die Kern- und Pflegezonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen untersagt“, so der Minister.

Bonde betonte, dass für den Schutz von Honigbienen und Wildinsekten eine konsequente Umsetzung des nationalen Aktionsplans Pflanzenschutz auf Basis europäischer Vorgaben in Deutschland unerlässlich sei. „Leider wird der Grundsatz des integrierten Pflanzenschutzes, dass chemische Mittel nur die letzte Möglichkeit einer Vielzahl von vorausgegangenen Maßnahmen wie beispielsweise Fruchtfolge oder Sortenwahl sein sollen, im nationalen Aktionsplan nicht ausreichend umgesetzt. Damit die Bienen langfristig wirksam geschützt werden, muss der Bund bei der Reduzierung des Pflanzenschutzmittel-Einsatzes ambitionierter sein“, so Bonde.

Die neue Broschüre „Imkerei in Baden-Württemberg – Hobby, Genuss, Natur“ enthält praktische Hinweise und Informationen zum Handwerk Imkerei und erleichtert Interessierten den Einstieg. Mit dieser Broschüre wird das Informationsangebots des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ergänzt, das bereits den „Bienenweidekatalog – Verbesserung der Bienenweide und des Artenschutzes“ herausgegeben hat.
Quelle: http://mlr.baden-wuerttemberg.de/
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