Bienenschutz-Seite Geobee online

Auf der Internetplattform Geobee können sich Imker und Landwirte zum Schutz von Bienen und Wildbienen in Brandenburg über Pflanzenschutz, geeignete Standorte oder eine bienenfreundliche Gestaltung von Blühstreifen austauschen.

Waldpelzbiene (Männchen) an Natternkopf
Waldpelzbiene (Männchen) an Natternkopf © S. Kühne & C. Saure

Forscher und Ingenieure haben mit Geobee ein interaktives Bienenportal entwickelt. Während der Projektlaufzeit führten die Forscher Erhebungen zu Wildbienen in Brandenburg durch. Die Ergebnisse zu den gefundenen Arten sind in Steckbriefen zusammengefasst. Imker, Landwirte, Naturschützer und andere Bieneninteressierte können diese nun online abrufen. In dynamischen Kartenanwendungen sind die Verteilung der Imker und Bienenvölker, Wildbienengebiete und geeignete Trachtpflanzen in Brandenburg dargestellt.
Eine „Kooperationsbörse“ ermöglicht Landwirten und Imkern einen Austausch untereinander. Landwirte können Pflanzenschutzanwendungen angeben und Imker auf potenzielle Gefahren hinweisen. Die Imker können die Bienenvölker daraufhin an geeigneten Standorten aufstellen oder auch anhand der eingegebenen Trachtpflanzen geeignete Standorte für die Beuten ausfindig machen. Weiterhin können Landwirte Informationen zum Bienenschutz und zur Strukturierung der Agrarflächen mit beispielsweise Blühstreifen abrufen.

Das Ingenieurbüro Leschke und das Julius Kühn-Institut für Kulturpflanzen in Kleinmachnow bündeln in ihrer innovativen Informations- und Kommunikationsplattform vorhandene Daten und verknüpfen diese regional. Zurzeit umfasst das Portal nur die Region Brandenburg. Eine Erweiterung auf andere Bundesländer wird angestrebt. Eine mobile WebApp als Anwendung für das Smartphone gibt es bereits.

Die Daten werden anonymisiert angegeben. Der genaue Standort von Bienenvölkern ist nicht ersichtlich. Zudem sind einige Anwendungen nur für registrierte Nutzer sichtbar. Die Plattform ist unter dem Link http://geobee.jki.bund.de/ erreichbar.

Quelle: PM der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), 4.8.2015