Bienensterben: Workshop in Würzburg

Die Insekten sterben: Vielfalt und Zahl von Bienen und anderen Insekten nehmen immer mehr ab. Wer wissen will, was die Forschung dazu sagt, ist am Freitag, 27. April zu einem interdisziplinären Workshop an der Universität Würzburg eingeladen.

Mit dem Bienenfilm „More than Honey“ ist die Gefährdung der Honigbiene ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen, das Insektensterben wird mittlerweile auf breiter Ebene wahrgenommen und diskutiert. Es gibt nicht nur eine Ursache dafür, sondern viele: landwirtschaftliche Monokulturen, der großflächige Einsatz von Insektiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat, Krankheiten und Parasiten wie die Varroa-Milbe bei den Honigbienen und die schwindenden Blühflächen als Nahrungsgrundlage setzen den Insekten zu.

Während alle vom Bienensterben reden, blieb das Verschwinden von weniger prominenten Insekten wie Wildbienen, Schmetterlingen, Fruchtfliegen, Heuschrecken, Libellen oder Käfern lange Zeit weitgehend unbemerkt. In Fachkreisen der Biologie, der Insekten- und Vogelkunde sowie im Naturschutz werden die schlimmen Folgen des Insektensterbens für die Ökosysteme bereits seit einigen Jahren beobachtet.

Wie das Artensterben bremsen?

Im Workshop wird es um die Sichtweisen der verschiedenen Forschungs-Disziplinen auf das Insektensterben und seiner Folgen gehen, um den Forschungsbedarf und mögliche Lösungswege, um die Artenvielfalt zu erhalten.

Professorin Michaela Fenske (Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde) und Professor Jürgen Tautz (Biozentrum, HOBOS, Würzburg) laden zu dem halbtägigen Workshop „Insektendämmerung? Interdisziplinäres Gespräch über das beschleunigte Artensterben im 21. Jahrhundert“ ein.

Zwei Gastredner werden in die Problematik einführen:

  • Professorin Alexandra-Maria Klein (Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und
  • Privatdozent Stephan Lorenz (Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist assoziiertes Mitglied am DFG-Kolleg „Postwachstumsgesellschaften“).

Der Workshop richtet sich an Forschende der Universität und andere Interessierte.
Termin:  Freitag, 27. April 2018, von 14:30 bis 19:00 Uhr
Ort: Philosophiegebäude am Hubland, Raum 4U6.
Anmeldung: bis 15. April bei Michaela Fenske michaela.fenske@uni-wuerzburg.de