Bienenvergiftung in der nördlichen Ortenau

Was für ein Ostern! Den Bienen in der nördlichen Ortenau ist Ostern sehr, sehr schlecht bekommen: Viele wurden vergiftet, schon auf einer Fläche von 300 qkm. Das meldet die Mittelbadische Presse.TV.

Bis zu 1,6 Millionen Flugbienen aus 60 Bienenvölkern sind über Ostern in der nördlichen Ortenau verendet. Vieles deutet auf einen unsachgemäßen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hin. Der Kreisvorsitzende der Ortenauer Imker, Josef Bau, wirkte sehr bedrückt, als er vor der Kamera über die Vergiftung sprach und die Umstände schilderte. Der Oberkircher Imker Josef Huber hat von seinen 25 Völkern die Flugbienen verloren. Sie lagen in Haufen tot vor den Fluglöchern. Vor dem Hintergrund der Obstanlagen schildert er „das furchtbare Bild“, wie er die toten Bienen aufgefunden hat.   Der Pflanzenschutzwarndienst nahm Proben, um die Ursachen des Bienensterbens zu klären. „Die betroffene Fläche ist riesengroß, das kannten wir bisher nicht. Sie ist mittlerweile auf 300 qkm angewachsen!“, so Christof Huber, der Vorsitzende der Oberkircher Imker. Josef Bau ergänzt: „Wir Imker hoffen, dass die Obstbauern sorgfältig mit ihren Spritzmitteln umgehen“. Bis die genauen Ursachen des Bienensterbens gefunden sind, werden noch einige Wochen vergehen.     Quelle: http://www.mittelbadische-presse.tv/video/Gro%25C3%259Fes-Bienensterben-in-der-n%25C3%25B6rdlichen-Ortenau/bccfb95d4a8cf7380f62fa7799511ad8     Das Amt für Landwirtschaft Ortenaukreis warnt am 28.4.2014 zum Thema Bienenvergiftungen:  „Zu gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Auflagen bei Insektizidmaßnahmen genau zu beachten sind: keine B1 Präparate bei blühenden Kulturen oder blühendem Beikraut oder bei vorhandenem Honigtau. Bei Behandlungen mit B4 Präparaten sollten diese möglichst außerhalb des Bienenfluges gelegt werden.“   Quelle hierfür: http://www.landwirtschaft-bw.info/pb/MLR.ULBOG,Lde/Startseite/Fachinformationen/Infodienst+Kernobst+Nr_+18/?LISTPAGE=675814   gbr