Bitte Schmetterlinge zählen

Von der großen Welt der Insekten sind Schmetterlinge wohl die beliebtesten Vertreter: Sie strahlen Leichtigkeit und Ruhe aus und begeistern durch vielfältige Farben und Muster. Ein Sommer ohne Schmetterlinge wäre nur halb so bunt und kaum vorstellbar.

Admiral
Admiral © BUND

Naturfreunde und Gartenbesitzer sollen sich an der diesjährigen Schmetterlingszählung beteiligen, die vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ausgeht. Im Rahmen der Aktion „Abenteuer Faltertage“ sammelt der BUND bis Ende Oktober Informationen über zehn noch weit verbreitete Tagfalterarten. Gleichzeitig soll auf die Bedrohung der Schmetterlinge hingewiesen und die Öffentlichkeit für den Naturschutz sensibilisiert werden. Denn ein Großteil der deutschen Schmetterlingsarten ist bedroht, die industrielle Land- und Forstwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Pestiziden zerstört die Nahrungsrundlage und den Lebensraum der Falter.     „Wer im eigenen Garten auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet und schmetterlingsfreundliche, sprich heimische, Blumen pflanzt, der kann kleine Schmetterlingsoasen entstehen lassen“, so Nehle Hoffer vom BUND. Blumen sollten am besten in torffreier Blumenerde wachsen – denn für die Torfproduktion werden Moore zerstört, die wiederum Heimat vieler Schmetterlinge und anderer Tier- und Pflanzenarten sind. Ein kleiner Trick mit großer Wirkung ist das Stehen lassen von Brennnesseln, die viele Schmetterlingsraupen gerne fressen.   Beim „Abenteuer Faltertage“ können die Teilnehmer dem BUND per Zählbögen ihre Beobachtungen melden. Unter http://www.bund.net/faltertage steht der bebilderte Zählbogen zum Download bereit. Die gesammelten Daten werden am Ende der Saison ausgewertet und mit den Vorjahreszahlen verglichen. Der Schmetterlings-Zensus beschränkt sich nicht auf das Wochenende, sondern läuft noch bis Ende Oktober.     Quelle: PM   gbr