Blumen aus Bau- und Gartenmärkten gefährden Bienen

Nach einer Studie von Greenpeace enthielten 79 Prozent der untersuchten Pflanzen aus Baumärkten und Gartencentern Rückstände von Agrargiften, die Bienen krank machen können.

Rückstände in Gartenpflanzen
Rückstände in Gartenpflanzen © Greenpeace

„Der Fund dieser Giftcocktails belegt, dass in der Herstellung dieser Zierpflanzen massiv Pestizide eingesetzt werden. Pflanzen haben jedoch keine Beipackzettel. Verbraucher servieren Bienen daher in ihren Gärten mit attraktiven Blüten unbeabsichtigt auch gefährliche Chemikalien“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace.     Gegen den Einsatz von Pestiziden bei Zierpflanzen protestieren Greenpeace-Aktivisten am 10. Mai in 38 Städten vor  Filialen großer Baumarktketten wie Bauhaus, Obi und Toom. Baumärkte verkaufen zudem Pestizide zum Einsatz in Haus- und Kleingärten, wie chemische Unkrautvernichter und Gifte gegen Insekten und Pilzkrankheiten. Greenpeace hat die Baumärkte gefragt, ob sie bienengefährliche Pestizide aus dem Sortiment nehmen und von ihren Pflanzenlieferanten einen Verzicht auf den Einsatz dieser Gifte verlangen. Das Ergebnis:  Bauhaus, Obi, Toom und Hornbach, haben die für Bienen gefährlichsten Stoffe aus ihren Regalen genommen. Hagebau zieht Ende des Jahres nach. Alle weigern sich jedoch, auf ihre Pflanzenlieferanten einzuwirken.     Die unabhängige Umweltschutzorganisation benannte bereits im Vorjahr im Report „Bye Bye Biene“ sieben für Bienen besonders gefährliche Pestizide. Vier der Wirkstoffe (Imidiacloprid und Clothianidin von Bayer, Thiamethoxam von Syngenta sowie Fipronil von BASF) belegte die EU im Dezember 2013 mit Anwendungseinschränkungen. Analysen von Bienenpollen und jetzt der Zierpflanzen zeigen jedoch, dass diese Pestizide immer noch in die Umwelt gelangen und somit Bestäuber gefährden. „Wir brauchen ein sofortiges Verbot aller bienengefährdenden Pestizide“, betont Huxdorff.     Quelle: PM-Greenpeace am 10. Mai Die Studie Giftiger Garten Eden: http://bit.ly/1inxZYG Der Report Bye Bye Biene: http://bit.ly/1irha3y       gbr