Brand bei Nordzucker – Honig ungenießbar

Der 90 Meter hohe Silo war mit 40.000 Tonnen Zucker nur halb gefüllt, als er am 26. Juni in Brand geriet. Die Flammen schlugen aus dem Dach, Hubschrauber löschten aus der Luft. Während die Nordzucker AG danach keine Gefährdung für Mensch und Tier versprach, haben die umliegenden Uelzener Imker inzwischen Brandzucker in ihrem Honig gefunden. Das betroffene Silo steht weiter offen, für Bienen ein Schlaraffenland.

Laut Norddeutschem Rundfunk war nach dem Brand die oberste Schicht des Zuckers dunkel verkohlt und mit Teilen des abgebrannten Dachs vermischt. Der verbliebene Zucker wurde durch ein seitliches Tor auf die Fläche vor dem Silo verbracht. Nordzucker erklärte am 10. Juli: „Der Zucker wird keinerlei Verwendung in Bereich Futter- oder Lebensmittel finden. Wir prüfen noch die Weiterverwendung, bis dahin wird der bereits ausgeräumte Zucker sicher zwischengelagert.“

Nun meldet der Norddeutsche Rundfunk am 21. Juli, dass die Uelzener Imker beim Schleudern Brandzucker in ihren Honigwaben vorfanden. Der Schadenszucker sei für die Bienen frei zugänglich. Dr. Werner von der Ohe vom Institut für Bienenkunde in Celle erklärte, dass der Honig unbrauchbar, also nicht mehr verkehrsfähig sei. Zusätzlich tauche die Frage auf, welche giftigen Brandsubstanzen entstanden seien, die Bienen gefährden könnten. Die betroffenen Uelzener Imker müssen nun ihren Honig vernichten und sogar ihre  Bienenvölker verstellen. Nun hoffen sie auf Entschädigung durch die Nordzucker AG.

gbr