BUND apelliert an Parteien

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Bildschirmfoto der angegebenen Seite Autor: BUND e.V.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND ruft dazu auf, sich an seine Abgeordneten zu wenden, und hat dazu ein Schreiben entworfen:

Sehr geehrte Parteivorsitzende,

in Deutschland geht das Vorkommen vieler Bienenarten (darunter Hummeln), die seit jeher als Bestäuber eine lebenswichtige Funktion für unsere Ernährung haben, drastisch zurück.
Dieser für den Menschen wie für die Ökosysteme gefährliche Trend muss sofort gestoppt werden. Seine Ursachen sind klar identifizierbar: die industrielle Landwirtschaft, der großflächige Einsatz von Pestiziden, Monokulturen, Flächenversiegelungen und der Verlust von Lebensräumen.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, um das Bienensterben aufzuhalten:

  • das Verbot von bienengefährdenden Pestiziden wie Glyphosat und aller Neonikotinoide
  • der Schutz von vorhandenen Lebensräumen für Bienen und Wildbienen, das Wiederherstellen und die Schaffung neuer Lebensräume als Biotopverbund
  • die Umgestaltung der konventionellen zu einer bäuerlichen, ökologischen Landwirtschaft mit bienenfreundlichen, vielfältige Fruchtfolgen, Mischkulturen und dem Einsatz von Nützlingen
  • die Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide
  • das Fördern der Forschung zum Pestizideinsatz, mehr Bienenexpert*innen auf allen Ebenen sowie die Einführung von Langzeit-Monitorings von Bienen und anderen Insekten.

Der BUND und die Aurelia-Stiftung haben diese und weitere Maßnahmen zu einem „Nationalen Bienenaktionsplan“ erarbeitet. Als Parteivorsitzende/r werden Sie nach der Bundestagswahl die Schwerpunkte der Arbeit der nächsten Bundesregierung verhandeln und am Koalitionsvertrag mitwirken. Ich bitte Sie, darin den Bienenaktionsplan festzuschreiben. Die Zukunft der Bienen ist unsere gemeinsame Zukunft. Nur durch schnelles und engagiertes Handeln werden wir die Bienen retten können.

Quelle und mehr: www.aktion.bund.net/a-place-to-bee