BUND e.V. gegen Glyphosat

Am 7. März – deutlich früher als geplant – sollen die EU-Staaten über die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat für mindestens weitere zehn Jahre abstimmen.

BUND e.V. Glyphosat verbieten
© BUND e.V.

Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) berichtet, verfügt er über Informationen zur bisher noch geheimen Entscheidungsvorlage der EU-Kommission. Demzufolge soll Glyphosat einen Freispruch erster Klasse erhalten; keine der Gefahren, die Glyphosat bisher attestiert wurden, tauche in der Genehmigungsvorlage auf.

Die europäische Behörde EFSA hatte bereits vor Monaten die Bewertung der Weltgesundheitsorganisation von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ignoriert. Und auch die alarmierende Einschätzung des Umweltbundesamtes, das Pestizid trage entscheidend zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben bei, wird in der Beschlussvorlage der EU bewusst ignoriert, obwohl selbst die EFSA diese Auffassung teilte. Die Gefahren von Glyphosat werden verschwiegen, kritische wissenschaftliche Befunde fallen unter den Tisch.

Die Bundesregierung, so der BUND e.V.,  müsse jetzt mindestens darauf bestehen, dass die Umweltgefahren im Wiederzulassungsbescheid stehen und Mitgliedstaaten auf dieser Grundlage Reduktionsziele und Anwendungsbeschränkungen erlassen.

Quelle und Appell an die Bundesregierung: https://www.bund.net/index.php?id=18866

gbr