Chemiefirmen wehren sich gegen Neonicotinoid-Verbot

Die Chemiefirmen Bayer und Syngenta gehen rechtlich gegen die Entscheidung der EU-Kommission zum Verbot dreier Neonicotinoide vor. Die EU-Kommission sieht die Umsetzung des Verbots dennoch nicht gefährdet.

Im April hatte sich eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, für das Verbot von drei Neonicotinoiden ausgesprochen, da sie mitverantwortlich für das Bienensterben gemacht werden. Es handelt sich um Clothianidin, Imidacloprid (Bayer) und Thiamethoxam (Syngenta), die nun ab Dezember 2013 für zunächst zwei Jahre nicht mehr eingesetzt werden dürfen. In dieser Zeit sollen weitere Untersuchungen erfolgen. Die Chemiekonzerne Bayer und Syngenta halten die Entscheidung für falsch. Sie basiere auf einem fehlerhaften Verfahren und einer unvollständigen Prüfung durch die EU-Behörde fürLebensmittelsicherheit (EFSA). Daher gehen sie gerichtlich dagegen vor. Kerstin Neumann