D.I.B. fordert Bundesregeln zum GVO-Anbau

Nach einer EU-Richtlinie darf jedes Mitgliedsland selbst bestimmen, ob es den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) beschränkt. Bei uns sollen jetzt sogar die Bundesländer darüber befinden dürfen. Dagegen wendet sich der Deutsche Imkerbund.

Präsident Peter Maske: „Wir fordern ein bundesweites einheitliches Anbauverbot von GVO. Denn verschiedene Rechtslagen in den Bundesländern sind für Imker und Bienen nicht akzeptabel.“ Bienen kennen keine Ländergrenzen und sammeln Pollen und Nektar auf einer bis zu 30 Quadratkilometer großen Fläche. Um naturreinen  Honig zu erzeugen, müsste es große Abstandsflächen zum GVO-Anbau geben, ein absurdes Unding bei 16 Bundesländern mit dann womöglich unterschiedlicher Gesetzeslage und bei Außengrenzen zu neun anderen Staaten. Maske weiter: „Für die Imkerei sind die Risiken, insbesondere der drohende Verlust des Verbrauchervertrauens durch GVO im Honig, nicht tragbar. Wir brauchen keinen Flickenteppich beim GVO-Anbau, sondern einen funktionierenden gesetzlichen Rahmen.“     gbr

Quelle: PM Deutscher Imkerbund am 9. Juni 2015       Flickenteppich bei Gentechnik-Gesetzgebung darf nicht entstehen