Deutscher Imkerbund legt Maßnahmenkatalog zur Gemeinsamen Agrarpolitik vor

Blühende Ackerränder sind eine sinnvolle Maßnahme zur Förderung von Insekten. Foto: K. Neumann
Blühende Ackerränder sind eine sinnvolle Maßnahme zur Förderung von Insekten. Foto: K. Neumann

Am 27. April 2017 veröffentlichte der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.), dem derzeit rund 108.000 Mitglieder angehören, auf seiner Homepage ein Positionspapier zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020. Darin fordert der D.I.B. eine weitere Verbesserung und Aktualisierung des EU-Agrar-Programmes (GAP) für die nächste Periode ab 2021. D.I.B.-Präsident Peter Maske sagt: „Unsere Vorschläge für die aktuelle Förderperiode 2014 – 2020 liegen seit langen auf dem Tisch der Politik. Einige Verbesserungen, die Imkerei betreffend, sind zwar umgesetzt, aber reichen nicht aus. Die GAP enthält noch zu wenige     Möglichkeiten und zu viele bürokratische Schranken für Landwirte, um etwas für Blütenbestäuber zu tun. Es geht darum, mit den einzelnen Maßnahmen endlich substanzielle Beiträge zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Stärkung ländlicher Räume zu leisten. Dies ist Grundvoraussetzung dafür, die Zahl der Bienenvölker zu steigern, deren Vitalität zu erhalten und zu stärken, um dramatische Völkerverluste zu vermeiden.“ Der D.I.B. fordert daher nochmals, dass für die Agrarförderung eingesetzte Steuergelder nach dem Grundsatz „Naturschutz durch Nutzung“ einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Umwelt erbringen müssen und nur aktive Landwirte unterstützt werden. Zu den konkreten Verbesserungsvorschlägen des Verbandes gehören u. a. eine Fruchtfolgevielfalt, die Anlage von Blühflächen in Absprache mit dem Imker, flexible regionalspezifische Aussaatzeitpunkte, der Anbau von Leindotter, Sonnenblumen und Kleearten oder die einzelbetriebliche Naturschutzberatung. Der Maßnahmenkatalog wurde sowohl EU-Agrarkommissar Phil Hogan, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie auch dem Deutschen Bauernverband vorgelegt. Sie finden es auf    der Homepage des D.I.B.

Quelle: Petra Friedrich, dib.presse@t-online.de, Tel. 0228/9329218 o.     0163/2732547