Die Trauben-Eiche ist Baum des Jahres 2014

Die heimische Laubbaumart Trauben-Eiche ist zum Baum des Jahres 2014 gewählt worden. Sie kann über tausend Jahre alt werden und ist für die Forstwirtschaft so attraktiv wie für die Stadt und die freie Landschaft. Interessant ist sie auch für Bienen und Imker, denn sie kann unter günstigen Bedingungen Honigtau liefern.

  Die Trauben-Eiche (Quercus petraea) ist in nahezu ganz Europa vertreten – außer Spanien, Nordskandinavien und Nordosteuropa. Das erklärt die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung in Marktredwitz. Trauben-Eiche und Stiel-Eiche sind die beiden häufigsten Eichenarten. Eine Unterscheidung ist schwierig, denn die Wuchsform der beiden Eichen ist ähnlich. Beide Arten entwickeln im Alter eine mächtige Krone und dicke Äste. Die Früchte sind jedoch unterschiedlich: Bei der Trauben-Eiche hängen die Eicheln gehäuft am Zweig, bei der Stiel-Eiche an langen Stielen. Die Eicheln sind überaus nahrhaft und werden von vielen Tieren gefressen. Zur Verbreitung tragen vor allem Eichhörnchen und Eichelhäher bei, die Wintervorräte anlegen, aber diese teilweise nicht wiederfinden.   Für den Menschen sind Eicheln ungenießbar. In Notzeiten wurde aus den Früchten aber Mehl und Kaffeeersatz hergestellt. 
Eichen werden häufig als "Tierheim der Natur" bezeichnet, da sie vielen Tierarten wie etwa Insekten einen Lebensraum bieten. Die Kronen sind relativ lichtdurchlässig, wovon Pflanzen am Waldboden profitieren. Die Eiche ist ein wichtiger Holzlieferant – etwa für Möbel, Fenster und Treppen, aber auch für Kübel und Fässer und früher vor allem für Fachwerkhäuser. Eichenrinde gehört zu den gerbstoffreichsten Pflanzengeweben. Sie wird in der Ledergerberei und in der Naturheilkunde genutzt. Die Gerbstoffe wirken blutungsstillend und infektionshemmend.   gbr   Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de