Die unendliche Geschichte

Ein schwerer Fall von Bienenvergiftung geht durch die Medien Kanadas. Dort werden die Neonicotinoide verbreitet angewendet.


Ein massiver Vergiftungsfall durch Clothianidin bei einem großen Imker schreckt auf. Er hat 600 Völker verloren. Im Interview macht David Schuit, 48, die Neonicotinoide aus dem Staub des gebeizten Mais-Saatguts für das Massensterben seiner Bienen verantwortlich.   Kanadische Wissenschaftler halten dagegen. Der Insektenkundler Peter Kevan von der Guelph University stimmt mit dem EU-Verbot der Neonicotinoide nicht überein. „Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Neonicotinoide im Allgemeinen für den Tod von Honigbienen oder anderen Bestäuberinsekten verantwortlich sind“, zitiert ihn der Reporter von The Post.   „Was mit den Bienen passiert, ist kriminell“, hält Imker David Schuit dagegen. „Ich soll Vertrauen haben, aber es sieht nicht so aus, dass irgendjemand etwas unternimmt.“  Im Video sagt er: „Ich mache nicht die Farmer verantwortlich, aber den Hersteller Bayer“:     Der Direktor des Bauernverbands von Ontario, Paul Wettlaufer, räumt Probleme ein: „Das Problem sind die mit Druckluft arbeitenden Saatmaschinen (air seeders).“ Bayer-Manager Murray Belyk meint: „Wenn wir den Kontakt zum Staub reduzieren können, dann können wir auch das Risiko für die Bienen vermindern.“ In Kanada scheint die Erfahrung, die unsere Imker im Rheintal im Jahr 2008 gemacht haben, wohl jetzt erst anzukommen…     „So sieht es aus, wenn die Bienen sterben“, sagt Imker Schuit und deutet auf den Bienentotenfall, „ihre Zungen sind herausgestreckt und aus ihrem Hinterleib tropft das Bienengift.“ Und: „Das geht mir verdammt unter die Haut, es sind meine Bienen und sie sichern mir und meiner Familie den Lebensunterhalt.“    gbr
  Quelle Toronto Star (mit Video): http://www.thestar.com/news/gta/2013/07/05/ontario_bees_dropping_like_flies_elmwood_beekeeper_blames_corn_pesticide.html     Quelle The Post: http://www.thepost.on.ca/2013/06/19/bees-dying-by-the-millions