Erste Zulassung für Gentechnik-Insekten

Brasilien hat im April 2014 als weltweit erstes Land den Einsatz gentechnisch veränderter Insekten zugelassen. Es handelt sich um Tigermücken, deren Nachwuchs nicht überlebensfähig ist. Durch ihre Freisetzung sollen Mückenpopulationen dezimiert werden, die das potenziell tödliche Dengue-Fieber übertragen.


Die Tigermücken Aedes aegypti wurden von der britischen Firma Oxitec gentechnisch so verändert, dass der Nachwuchs im Larvenstadium stirbt. Das soll die Ausbreitung zurückdrängen. Die Ägyptische Tigermücke oder auch Gelbfiebermücke überträgt das Virus des Dengue-Fiebers. Wissenschaftler aus Oxford und Heidelberg berichteten im April 2013 in der Zeitschrift Nature, dass sich laut ihren Untersuchungen jährlich rund 390 Millionen Menschen mit dem Erreger des Dengue-Fiebers infizierten (zitiert nach Wikipedia). Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung.     Kritiker halten für nicht ausreichend geprüft, welche Folgen ein solcher Eingriff in die Mücken-Population mit sich bringt. So wird befürchtet, dass sich andere Mückenarten, die das Dengue-Fieber ebenfalls übertragen, stärker durchsetzen könnten.     Quelle und weitere Infos: http://www.transgen.de/aktuell/1781.doku.html       gbr