Erstmals biologische Varroabekämpfung

Die Manipulation des Begattungsverhaltens senkt die Varroa-Population, nach einer Erfindung der Universität Hohenheim. Das Verfahren soll nun vermarktet werden.

Varroa-Schutz durch Besprühen einer Bienenwabe mit Pheromonen
Varroa-Schutz durch Besprühen einer Bienenwabe mit Pheromonen © Bettina Ziegelmann

Das Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH TLB vermarktet für die Universität Hohenheim den ersten biologischen Schutz vor Varroamilben, heißt es in einer Presseerklärung vom 20. Oktober 2014. Eine neue Erfindung der Universität Hohenheim, die das Sexualverhalten der Milben manipuliert, bietet erstmals umweltfreundlichen Schutz.    „Das neue Verfahren wird Imkerbetrieben die Möglichkeit geben, auf umweltfreundliche Weise den Fortbestand ihrer Bienenvölker zu sichern und Honig zu produzieren, bei dem keine Rückstände zu erwarten sind“, so Dr. Iris Kräuter, Innovationsmanagerin des Technologie-Lizenz-Büros (TLB). TLB managt im Auftrag der Universität Hohenheim die Patentierung der Erfindung und sucht Lizenznehmer zur Vermarktung. „Unternehmen aus dem Bereich der Schädlingsbekämpfung können sich hier einen lukrativen Wettbewerbsvorteil sichern, zumal mit der Erfindung ein weltumspannendes Problem gelöst werden kann – allein in der EU sind 14 Millionen Bienenvölker betroffen.“   Das neue Verfahren beeinflusst das Sexualverhalten der Milben und dämmt erfolgreich deren Vermehrung ein, die ausschließlich in den verdeckelten Brutzellen der Bienen stattfindet. Die Erfinder Dr. Peter Rosenkranz und Diplombiologin Bettina Ziegelmann konnten nachweisen, dass das Milbenmännchen die Weibchen in der Zelle aufgrund von weiblichen Sexualpheromonen aufspürt. Die Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, den Lockstoff zu extrahieren, und seine Zusammensetzung bestimmt. Quelle und mehr Infos: http://idw-online.de/de/news608954 gbr