EU-Kommission: Imkerei in Europa

Alle drei Jahre berichtet die EU-Kommission dem EU-Parlament, wie die vorgesehenen Maßnahmen im Bienenzuchtsektor umgesetzt wurden. Der jüngste Bericht datiert vom 16. August 2013. Darin heißt es, dass sich die Welthonigproduktion im Jahr 2011 auf über 1,6 Millionen Tonnen belaufen hat. China ist mit gut einem Viertel davon größter Honigerzeuger, gefolgt von der EU mit 217 000 Tonnen (13,3% der Weltproduktion). Ungefähr ein Fünftel der Welthonigproduktion wird auf dem internationalen Markt gehandelt. Die EU und die USA sind die zwei größten Honigimporteure auf der Welt.

  Im Jahr 2010 gab es in der EU über 500 000 Imker mit 14 Millionen Bienenvölkern. Lediglich 5% der Imker waren Berufsimker mit über 150 Bienenstöcken. Die drei größten Honigerzeuger in der EU sind Spanien, Deutschland und Rumänien. Die nationalen Imkereiprogramme in der EU sollen die allgemeinen Bedingungen für die Produktion und Vermarktung von Imkereiprodukten verbessern. 2011 beliefen sich die Fördermittel der EU auf 32 Mio. Euro pro Jahr, sie betragen 50% der diesbezüglichen Ausgaben der Mitgliedsstaaten. Es gibt dabei sechs Kategorien von geförderten Maßnahmen: Technische Hilfe, Bekämpfung der Varroose, Rationalisierung der Wanderimkerei, Honiganalysen, Wiederauffüllung der Bienenbestände, angewandte Forschung.     Die EU-Kommission kommt zu dem Schluss, dass die nationalen Imkereiprogramme geholfen haben, die Honigproduktion in der EU trotz steigender Produktionskosten, drohendem Bienensterben und heftiger internationaler Konkurrenz durch Honigimporte aus Drittländern zu stabilisieren. Aufgrund der Ergebnisse der Maßnahmen im Bienenzuchtsektor beabsichtigt die Kommission nicht, die Liste der beihilfefähigen Maßnahmen zu ändern. Verbessert werden sollten die Koordinierung der Forschungsprojekte, die Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung und Agrarumweltmaßnahmen.     gbr   Quelle: www.parlament.gv.at/PAKT/EU/XXIV/EU/12/33/EU_123344/imfname_10413802.pdf