EU-Kommission: Teilverbot für Fipronil

Die EU schränkt den Einsatz des Pestizids Fipronil deutlich ein, da es von der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als bienengefährlich eingestuft wurde. Das Pflanzenschutzmittel des Herstellers BASF darf zum Beispiel nicht mehr zur Behandlung von Mais- und Sonnenblumensaatgut eingesetzt werden. Das beschlossen Vertreter der EU-Staaten am 16. Juli 2013 in Brüssel.

23 Mitglieder stimmten für das Verbot, zwei dagegen und drei enthielten sich der Stimme.
Das Einsatzverbot soll ab dem kommenden Jahr gelten, bis Ende Februar darf behandeltes Saatgut noch ausgebracht werden.
Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte Fipronil Ende Mai als «hohes akutes Risiko für Honigbienen» eingestuft, wenn es zur Saatgutbehandlung bei Mais eingesetzt werde. Daher soll es nun für Mais und Sonnenblumen verboten werden. Für Pflanzen, die vor der Blüte geerntet werden – zum Beispiel Zwiebeln oder Kohlarten – soll der Einsatz erlaubt bleiben. Ausnahmegenehmigungen soll es auch für Gewächshäuser geben. Die EU-Kommission muss den Beschluss noch formell annehmen, dann kann er ab 31. Dezember 2013 wirksam werden.

Quelle: Pressemitteilung der EU-Kommission, 16.07.2013

Fipronil

Fipronil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phenylpyrazole. Es ist ein Kontaktgift mit schneller und lang anhaltender Wirkung gegen Ektoparasiten, das nicht nur im Pflanzenschutz, sondern auch in der Tiermedizin eingesetzt wird.