EU-Ministerrat lehnt Kennzeichnung von Gen-Pollen im Honig ab

Die deutsche Bundesregierung hat am 8. Mai bei einer Abstimmung des EU-Ministerrates in Brüssel zugestimmt, dass Honig mit Gen-Pollen nicht gekennzeichnet werden muss. Das gilt selbst für Honig, der vollständig von Gen-Pflanzen stammt. Das EU-Parlament hatte schon am 16. April gleichlautend entschieden.

Zum Beschluss des EU-Ministerrates zur Änderung der EU-Honigrichtlinie, wonach Honig nicht gekennzeichnet werden muss, wenn er Gen-Pollen enthält, erklärte Harald Ebner, Sprecher der Grünen für Gentechnik: Genauso wie den Gen-Mais hat Europa jetzt auch den Gen-Honig der deutschen Kanzlerin und ihrer Regierungskoalition zu verdanken.     Schon wieder habe die Regierung ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag gebrochen, so Harald Ebner, der überwältigenden Ablehnung der Agro-Gentechnik in der Bevölkerung Rechnung zu tragen und für bessere Kennzeichnungsregelungen bei Lebensmitteln zu sorgen, die Gentechnik enthalten oder mit Gentechnik produziert wurden.     Im Unterschied zur Genmais-Abstimmung hätte heute schon die Enthaltung Deutschlands und nur eines weiteren kleineren EU-Staates gereicht, um den nicht deklarierten Gen-Honig zu stoppen. Die Bundesregierung habe stattdessen ausdrücklich zugestimmt und damit gezielt das „Honig-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes von 2011 ausgehebelt.     Quelle: PM Die Grünen am 8. Mai 2014   gbr