Europa verliert 11,9 % Bienen

Die Winterverluste der Bienen Europas 2015/2016 liegen im Durchschnitt bei 11,9 %. Das hat der Bienenforschungsverbund COLOSS ermittelt.

Coloss
Coloss

Dabei handelt es sich um die größte und älteste internationale Untersuchung zum Bienensterben. Datenbasis waren 18.693 Antworten der Umfrage in 29 Ländern. Sie schließen rund 400.000 Bienenvölker ein. Gefragt waren die Wintersterblichkeit der Bienen und weitere Parameter. Die Co-Studienleiter Dr. Alison Gray (Glasgow) und Dr. Robert Brodschneider (Graz): „Die Verlustraten schwanken stark zwischen den Ländern. In diesem Jahr fanden wir die höchsten Negativwerte auf der Insel Irland (rund 29 %),  gefolgt von Wales (22,4 %) und Spanien (22,1 %). Letztes Jahr lagen die Werte allgemein noch schlechter. Unerwartet hoch waren dieses Mal die Königinnenverluste, das muss noch genauer untersucht werden.“ Günstig waren Tschechien (6,4 %), Mazedonien (8,0 %), die Schweiz (9,9%) und die Ukraine (9,9%). Auch Deutschland kann sich mit 10,7 % Verlust noch sehen lassen. Die Koordinatorin Dr. Romée van der Zee vom Niederländischen Zentrum für Bienenforschung sagt: „In  Nordeuropa wirkten sich der kalte Frühling und Frühsommer negativ auf die Volksentwicklung aus, bei Temperaturen von 12,8 bis 14,4 °C.“ Diese Ergebnisse sind eine vorläufige Auswertung, ein genauerer Abschlussbericht wird noch später im Jahr publiziert. gbr