Europas Bienenverluste im Winter 2013/14 niedrig

Vergleichsweise niedrige 9% betrug die Verlustrate der europäischen Honigbienen im Winter 2013/14. Das ergibt sich aus den Daten, die das Netzwerk COLOSS zusammengetragen hat. Die Angaben kamen aus neunzehn europäischen Ländern sowie aus Algerien und Israel. 17.000 Imkereien mit 377.000 Bienenvölkern machten Angaben zu ihrer Überwinterungsrate.

© http://www.coloss.org/
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Wie zu erwarten, schwankten die Angaben zwischen den Ländern, aber auch innerhalb größerer Regionen. Insgesamt handelt es sich um die niedrigsten Winterverluste von Honigbienen, seitdem COLOSS die Daten erfasst, also seit dem Jahr 2007. Die Angaben sind vorläufig und werden später im Jahr noch von einer detaillierten Analyse abgelöst. COLOSS ist ein Zusammenschluss von 300 Bienenforschern aus 63 Ländern weltweit. Der Brennpunkt der Tätigkeit liegt auf der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Imkerpraxis.

Die Mitkoordinatorin von COLOSS, Dr. Romée van der Zee vom holländischen Zentrum für Bienenforschung sagt: „Das gute Wetter im Sommer 2013 führte zu exzellenten Ernten. Und der, bedingt durch das kalte Frühjahr, späte Start ins Jahr ließ die Bienen auch später brüten. Das wirkte durch verminderte Brutzyklen einer allzu schnellen Vermehrung der Varroamilben entgegen und senkte den allgemeinen Befall der Bienen mit all seinen negativen Folgen.“

Quelle: http://www.coloss.org/

gbr