Fachkongress zur Bienenhaltung im BMELV

Zu einem Fachkongress mit dem Titel “Bienen in der Kulturlandschaft – Perspektiven für die Bienenhaltung in Deutschland” hatte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 29. Juli in seinen Dienstsitz in der Berliner Wilhelmstraße eingeladen.

In kurzen Vorträgen wurde die Bienenhaltung aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet: von D.I.B.-Präsident Peter Maske, vom Berliner Verbandsvorsitzenden Dr. Marc-Wilhelm Kohfink, von Werner Kuhn ( Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim), vom Vorstand des Vereins Mellifera Holger Loritz, von Ökotrophologin Renate Frank sowie von Dr. Werner von der Ohe (LAVES-Bieneninstitut Celle), von Prof. Dr. Kaspar Bienefeld (LIB Hohen Neuendorf), von dem Pflanzenzüchter Prof. Dr. Wolf-Dieter Blüthner. Dr. Werner Kloos, der Leiter der Unterabteilung Landwirtschaft im BMELV, stellte die vom Ministerium ausgearbeitete Broschüre "Bestandsaufnahme und Perspektiven der Bienenhaltung und Imkerei in Deutschland" vor. Diese können Sie hier herunterladen.   Es folgte eine lebhaft geführte, aber konstruktive Podiumsdiskussion, in der beispielsweise das Deutsche Bienenmonitoring, die Problematik der Neonicotinoide, des möglicherweise verminderten Rapsanbaus, der Gentechnik und der Notwendigkeit eines besseren Nahrungsangebots für Blüten besuchende Insekten zur Sprache kamen. Hoffnungen weckten die von Prof. Blüthner sowie Werner Kuhn dargestellten Ergebnisse des Anbaus alternativer Energiepflanzen, u.a. der Durchwachsenen Silphie. Seitens der Vertreter aus der Landwirtschaft wurde Bereitschaft signalisiert, bei entsprechenden Rahmenbedinungen einen solchen Anbau voranzutreiben.
Dr. Helmut Born (Deutscher Bauernverband) regte noch einmal an, auf Kreisebene Runde Tische zwischen Imkern und Landwirten zu organisieren, um sich gegenseitig besser zu verstehen und Probleme möglichst schnell zu beseitigen. Kerstin Neumann