Feld-Ahorn Baum des Jahres 2015

Bestäubt wird er durch Bienen, Hummeln und Fliegen, die man an warm-sonnigen Frühlingstagen rund um die Kronen hören und sehen kann. Der Feld-Ahorn (Acer campestris) ist eine zierliche Baumart.

Feld-Ahorn Acer campestris
Feld-Ahorn Acer campestris © A. Roloff

Für Imker ist die nektarreiche Pflanze sehr interessant, weshalb sie in keiner Hecke fehlen sollte. Der Wert des Pollens für Bienen ist hoch (Eiweißgehalt beachtliche 30,4%), bei entsprechenden Beständen. Die eher seltenen Ahorn-Sortenhonige erinnern äußerlich an Obsthonige. Sie sind hellgelb, mild im Geschmack und Aroma und kristallisieren feinkörnig pastös (nach Maurizio/Schaper, Trachtpflanzenbuch).

Die Schirmherrschaft über den Feld-Ahorn hat Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes (NABU) übernommen. Damit steht im Jahr 2015 ein Baum des Jahres im Mittelpunkt, der oft übersehen oder vergessen wird. Für forstliche Nutzungen reichen die Stammstärken oft nicht aus. Klein, mehrstämmig, unauffällig: es wird Zeit, dass diese eher seltene „Nebenbaumart“ mehr beachtet wird. In der Stadt kann der robuste, kleinwüchsige  Feld-Ahorn seine Stärken voll ausspielen, gerade in der Zukunft.

Woran erkennt man den Feld-Ahorn? Am Habitus, weil er eben relativ klein und „knorrig“ bleibt. Er wächst meist mehrstämmig oder gar strauchförmig auf. Im Wald ist er seltener zu finden, eher am Waldrand oder in Hecken in der Landschaft. Die Knospen sind sehr klein. Auffällig sind Korkleisten, die die Rinde an Zweigen bildet. Das Höchstalter erreicht immerhin 200 Jahre. Auch die Blätter sind relativ klein, lang gestielt, schön gelappt und die meist fünf Lappen abgerundet. Besonders schön die goldgelbe Herbstverfärbung. Sie hält bis in den November an.

Quelle: PM http://www.baum-des-jahres.de

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