Für Honig in den Knast

Zu drei Jahren Gefängnis wurde eine 42-jährige Frau in Kalifornien verurteilt, weil sie Honig aus China illegal in die USA eingeführt hat.

Sie musste ihre Strafe am 12. November 2013 antreten und über 500 Tausend Dollar Strafe bezahlen. Darüber berichtet die aktuelle Ausgabe des American Bee Journal. Die Honighändlerin hatte die Zollgebühren umgangen. Sie sind auf Honig zu entrichten, um die US-Imker vor Dumpingpreisen zu schützen. Der chinesische Honig war jedoch falsch deklariert, als Zucker, Sirup und Apfelsaftkonzentrat. Dadurch entgingen den USA Gebühren von 39 Millionen Dollar. „Dies zählt zu den größten Lebensmittel-Betrügereien in der US-Geschichte“, wird der Strafverfolger Gary Hartwig zitiert. Seit 2001, als der Einfuhrzoll für chinesischen Honig verfügt wurde, gab es immer wieder Betrugsversuche. Auch internationale Handelsunternehmen waren daran beteiligt. Frühere Verurteilungen zu Gefängnis haben offensichtlich bislang nicht zur Abschreckung ausgereicht. Die USA müssen über 60% ihres Honigbedarfs einführen. Mit einem neuen Siegel soll jetzt illegal eingeführter Honig bekämpft werden. TrueSourceHoney, Honig garantierter Herkunft, heißt das Logo, das bereits auf einem Drittel des in den USA verkauften Honigs prangt. Der Verbraucher kann auf der Internetseite www.TrueSourceHoney.com genau rückverfolgen, woher sein Honig stammt.   gbr