Glyphosat muss warten

Immer mehr EU-Länder zögern mit der Zustimmung zu Glyphosat. Deshalb verschob die EU-Kommission eine für den 8. März geplante Entscheidung zur Verlängerung der Zulassung. Jüngst wurde Glyphosat sogar im Bier nachgewiesen.

Glyphosat ist ein Herbizid, ein sogenanntes Unkrautvernichtungsmittel und das meist verkaufte Pflanzengift der Welt, so die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe am 9. März. Artikuliert wird der Protest inzwischen von der ganzen Zivilgesellschaft, weil der ungeheuerliche Verdacht im Raum steht, dass Glyphosat krebserregend sei. Darüber ist ein erbitterter Expertenstreit ausgebrochen. Die Grünen engagieren sich besonders, um die Verlängerung der Zulassung zu verhindern. Namentlich die Abgeordneten des Europaparlaments Maria Heubuch und Martin Häusling, aber auch der Bundesvorsitzende Anton Hofreiter wenden sich direkt an die Öffentlichkeit.

„Die Vertagung ist ein erster großer Erfolg gegen das gesundheitsschädliche Herbizid“, so Martin Häusling. Maria Heubuch bietet sieben Gründe an, um Glyphosat zu verbieten. Das PDF mit allen Argumenten steht hier.        Und Anton Hofreiter warnt „Wenn ein Gesundheitsrisiko besteht, muss die EU ihre Bürgerinnen und Bürger schützen. Eine Neuzulassung von Glyphosat bis 2031 einfach durchzuwinken, wäre verantwortungslos. Auch die Bundesregierung muss  jetzt zeigen, dass ihr die Gesundheit der Menschen und eine intakte Umwelt wichtiger sind als Monsantos Millionen. Jetzt ist Rückgrat gefragt und kein Einknicken vor der Agrarlobby.“

Die Entscheidung der EU ist aber nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Nun soll Mitte Mai über die Zulassung befunden werden.     Süddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pflanzengift-glyphosat-und-kein-ende-1.2897328     gbr