Grünland nimmt weiter stark ab – Artenrückgang setzt sich fort

In den Jahren 2009 bis 2013 hat das Grünland mit hohem Naturwert einen besorgniserregenden flächenmäßigen Verlust erlitten. Es ging bundesweit um 7,4 % (82.000 ha) durch Intensivierung der Nutzung oder Umbruch zurück. Das verzeichnet der erste Grünland-Report des Bundesamtes für Naturschutz.

Ökologisch wichtig: Grünland
Ökologisch wichtig: Grünland © Gilbert Brockmann

„Diese drastische Abnahme ist für den Naturschutz kritisch. Sie zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft und insbesondere des artenreichen Grünlands nicht die beabsichtigte Wirkung hatten“, sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bei der Präsentation des Reports.

Mit dem Grünlandrückgang verlieren insbesondere auch die auf ein reiches Blüten- und Nektarangebot angewiesenen Insekten wie Bienen und Schmetterlinge ihre Nahrungsgrundlage und ihren Lebensraum. In der aktuellen Roten Liste zeigt sich, dass sich der negative Bestandstrend insbesondere der auf Magerrasen und Trockenrasen vorkommenden Tagfalter-Arten und der in Mähwiesen, Magerrasen und Heiden vorkommenden Bienen, fortgesetzt hat. Die Ameisenbläulinge der Feuchtwiesen (z.B. Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Maculinea nausithous) weisen einen starken Rückgang auf:

Anlass zur Sorge gibt dabei nicht nur der quantitative Rückgang des Grünlands, der sich allein zwischen 1990 und 2009 auf 875.000 ha belief, sondern auch die qualitative Verschlechterung: Durch Intensivierung der Landwirtschaft nehmen Intensivwiesen und Mähweiden gegenüber biologisch vielfältigeren Grünlandflächen immer höheren Flächenanteile ein.     Quelle und mehr Infos: http://www.bfn.de/0401_pm.html?&no_cache=1   gbr