Hamburger helfen Wildbienen

Unter dem Motto ‚Hummel, Hummel – Moin, Moin‘ startete die Deutsche Wildtier Stiftung in Hamburg ein Großprojekt zum Wildbienenschutz in Deutschland.

Hamburg schützt Hummeln.
Hamburg schützt Hummeln. © Gilbert Brockmann

Das zunächst über fünf Jahre geplante Projekt wird durch ein wissenschaftliches Monitoring begleitet, das der Bienenexperte Dr. Schmid-Egger leitet. Über die Hälfte aller rund 560 Wildbienenarten Deutschlands steht auf der Roten Liste. Fast 40 Arten sind bereits ausgestorben, und weitere rund 100 Arten sind vom Aussterben bedroht oder als stark gefährdet klassifiziert. Hauptursache für den Rückgang ist der Verlust an Lebensraum. Es fehlt an Nistmöglichkeiten und Nahrung.

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, beim Startschuss des Wildbienen-Projektes im Hamburger Rosengarten: „Wir wollen das öffentliche Bewusstsein für die Wildbiene und das Wissen auch bei Kindern und Jugendlichen fördern. Zudem wollen wir die Wildbienensituation in Hamburg erfassen und dokumentieren. Da Hamburg noch keine Rote Liste der Bienen erstellt hat, wollen wir dies gemeinsam mit der Umweltbehörde vorantreiben.“

Den Begriff „Biene“ verbinden die meisten Menschen mit der Honigbiene Apis mellifera. Sie ist beliebt und gehört zu den bekanntesten Insekten überhaupt. Dass es neben dem „Haustier“ der Imker in Deutschland rund 560 Wildbienen-Arten gibt, wissen die wenigsten. Alle „fleißigen Bienchen“ gemeinsam leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Erhalt der Biodiversität. „Mit ihrer Bestäubungsleistung sichern die Arbeiterinnen den Ertrag von Obst, Gemüse und Ackerfrüchten für uns Menschen“, betont Prof. Vahrenholt. Rund 85% der landwirtschaftlichen Erträge hängen in Deutschland von der Bestäubung durch Wildbienen und andere Insekten ab.     Quelle und weitere Infos: https://idw-online.de/de/news632894   gbr