Honig als Wundheilmittel

Schon im antiken Griechenland wurde Honig als Heilmittel geschätzt. Dank seiner antibakteriellen Wirkung wird er heute immer häufiger zur antiseptischen (keimbekämpfenden) Wundbehandlung eingesetzt.


Verantwortlich für die heilende Wirkung des Honigs sind seine speziellen Inhaltsstoffe. Medizinisch genutzter Honig (MedihoneyTM) stammt vom Nektar der Teebaumpflanze (Manukastrauch) und enthält besonders große Mengen an Methylglyoxal, einem wirksamen Antibiotikum. Aber dieser Honig bietet noch mehr Vorteile für die Wundheilung. Damit beschäftigt sich eine aktuelle Studie, die an neun Krankenhäusern in Deutschland und einem Krankenhaus in Österreich entstand. Der Honig entzieht demzufolge den Krankheitserregern die Flüssigkeit und hemmt so deren Vermehrung. Er hält die Wunde feucht, verhindert das Ankleben von Verbandsmaterial und reduziert unangenehme Gerüche. Für die Wundversorgung darf ausschließlich medizinischer Honig verwendet werden, der durch Gammabestrahlung keimfrei gemacht wurde. Besonders wirksam und schmerzlindernd ist MedihoneyTM laut den Forschern vor allem bei chronischen und schlecht heilenden Wunden. Im Hinblick auf die zunehmende Resistenzentwicklung von Bakterien gegen Antibiotika ist er damit eine wirkungsvolle Alternative in der Wundbehandlung.

Dr. Heike Ruff

Quelle: Biglari B et al:  Multicentre prospective observational study on professional wound care using honey (Medihoney™). Int Wound J. 2013 Jun; 10(3):252-259. doi: 10.1111/j.1742-481X.2012.00970.x.