Honigbienen im Aufwind

Honigbiene auf Herbstaster. Foto: Kerstin Neumann
Honigbiene auf Herbstaster. Foto: Kerstin Neumann

„Die Zahl der Westlichen Honigbienen Apis mellifera nimmt weltweit stark zu“, berichtet Josef Settele vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Zwar gilt das nicht für Deutschland oder die USA. Aber andere Länder, wie China, Argentinien und Spanien, verzeichnen kräftige Zuwächse. Weltweit ist die Zahl der Honigbienen-Völker in den letzten 50 Jahren um 45 Prozent gestiegen. Andere wichtige Bestäuber dagegen sind oftmals in ihrem Bestand bedroht, so die aktuelle Studie eines internationalen Forscherteams um Prof. Settele im renommierten Fachblatt Nature (DOI: 10.1038/nature20588). Weltweit ist die Produktion von auf Bestäubung angewiesenen Nutzpflanzen in den letzten 50 Jahren um 300 Prozent angestiegen. Bei vielen der Bestäuber – beispielsweise Wildbienen – nehmen die Bestände jedoch ab, durch Krankheiten, eingeschleppte Konkurrenten, Intensivierung der Landwirtschaft, Klimawandel. „Wir müssen dringend etwas tun, wenn wir auch in Zukunft von den wertvollen Leistungen der Bestäuber profitieren wollen“, resümiert Josef Settele.
Quelle: UFZ PM vom 28. Nov. 2016