Imker-Besuch in Brüssel

Nach der knappen Entscheidung des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments zum sogenannten Gen-Pollen im Honig am 27. November 2013 (wir berichteten) besuchten Vertreter der deutschen Imker den Abgeordneten Martin Kastler, Sozial- und Umweltpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. Dieser hatte den Präsidenten des Deutschen Imkerbundes, Peter Maske, sowie Klaus Becker als Vorsitzenden des Bezirksverbands Mittelfranken und Konrad Müller, den Vorsitzenden des Imkervereins Cadolzburg, zum Meinungsaustausch eingeladen.

  An den Gesprächen in Brüssel am 4. und 5. Dezember 2013 nahmen weitere Vertreter der Politik teil, darunter Astrid Lulling, MdEP aus Luxemburg und Dr. Karin Kilian von der Europäischen Kommission. Angesprochen wurden viele aktuelle Themen der Imkerei, wie die geplante EU-Honigrichtlinie, Varroabekämpfung, Blühflächen, Neonicotinoide oder die anstehende Zulassung des GVO-Maises NK 1507. D.I.B.-Präsident Peter Maske: „Bei den Gesprächen herrschte eine herzliche Atmosphäre, und es wurde den Bienenthemen großes Interesse entgegengebracht.“     Am Rande der  politischen Gespräche hat die fränkische Imkerdelegation eine stattliche Menge echt fränkischen Imkerhonigs für Brüsseler Obdachlose gespendet. Martin Kastler: „Offiziell leben rund dreitausend Obdachlose in Brüssel, tatsächlich dürften es um ein Vielfaches mehr sein – und die Tendenz ist weiter steigend." Die Aktion „Adeste Thermos“ versorge Obdachlose im Zentralbahnhof Brüssel, besonders wichtig im Winter.     gbr