Insekten können chemische Signale umbauen

Die meisten Insekten vertrauen bei der Partnersuche blind auf ihren Geruchssinn. Deshalb müssen Sexualpheromone, chemische Botenstoffe, die hierbei verwendet werden, verlässlich zu einem Partner der richtigen Art führen.

J. Ruther
J. Ruther

Daher verändern sich Sexualpheromone oftmals in ihrer Zusammensetzung, wenn im Laufe der Evolution neue Arten entstehen. Die Frage, wie dies geschieht, beschäftigt Forscher seit langem. Die Regensburger Forscher um Prof. Dr. Joachim Ruther vom Institut für Zoologie der Universität Regensburg haben sich mit dem Sexualpheromon der parasitischen Wespe Nasonia vitripennis beschäftigt. Bei dieser Art produzieren Männchen ein Pheromon in ihrem Hinterleib, um Weibchen in ihre Nähe zu locken.   Die Studie der Regensburger Forscher ist eine von wenigen, welche die genetischen und biochemischen Mechanismen aufklärt, die den Veränderungen der chemischen Sprache von Insekten im Verlaufe der Evolution zugrunde liegt. In Zukunft werden sich die Forscher der Frage zuwenden, welche Anpassungen beim Empfänger nötig sind, um solche Veränderungen auch wahrzunehmen.

 

Quelle und mehr: PM-idw: Wie in der Sprache der Insekten „neue Dialekte“ entstehen (Petra Riedl)