Invasive Arten: Vorsorge ist der beste Schutz

Gerade haben wir in unseren Imkerfachzeitschriften auf die Problematik der sogenannten Neophyten aufmerksam gemacht. Denn die für Bienen teilweise durchaus interessanten Nahrungspflanzen können ganz erhebliche ökologische, aber auch wirtschaftliche Probleme verursachen. Darum geht es vor allem im letzten Teil unserer Serie, der im Juni erscheint. Dass die Einschleppung weiterer Arten zu befürchten ist, darauf machte nun das Bundesamt für Naturschutz aufmerksam. In der Pressemeldung heißt es u.a.:„In Folge der Globalisierung werden immer mehr Tier- und Pflanzenarten weltweit verschleppt oder gar bewusst außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes ange- pflanzt oder ausgesetzt. „Nach unseren Erkenntnissen haben sich bis heute in Deutschland über 800 dieser so genannten gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten in der freien Natur etablieren können“, sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Doch nur relativ wenig Arten sind invasiv und beeinträchtigen die biologische Vielfalt. Von invasiven Arten allerdings können erhebliche negative Auswirkungen auf die heimischen Arten und Le- bensgemeinschaften ausgehen. Umso wichtiger sei es, die aktuell und potenziell invasiven Arten unter den Neubürgern zu identifizieren und Abwehrmaßnahmen zu treffen, so BfN-Präsidentin Jessel. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens des BfN wurde daher erstmals für den Natur- schutz in Deutschland eine entsprechende Warnliste invasiver Arten erarbeitet"