Kein Glyphosat in Gärten

Der Bundesrat will, dass der Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in Haus- und Kleingärten verboten wird. Auf Antrag Schleswig-Holsteins forderte die Länderkammer die Bundesregierung auf, die rechtlichen Voraussetzungen für ein Verbot zu schaffen. Grund dafür sei die Verpflichtung zum vorbeugenden Verbraucherschutz und zur Vorsorge.

  "Die Anwendung des Wirkstoffes Glyphosat muss als erster Schritt im Bereich des Haus- und Kleingartens verboten werden. Wer seinen Garten liebt, der sollte dort auf Gift verzichten", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck im Bundesrat. 2003 sei eine Rezeptpflicht für Glyphosat im Kleingartenbereich eingeführt worden. Diese habe aber weder zum Rückgang der Mengen geführt, noch werde sie entsprechend kontrolliert.     Glyphosat wird derzeit auch im Auftrag der Europäischen Union einer neuerlichen Risikobewertung unterzogen. Berichterstattender Mitgliedstaat dabei ist Deutschland. Der Bericht wird im Herbst 2013 erwartet und soll die Grundlage für Maßnahmen auf europäischer Ebene sein.     Umweltverbände fordern ein Verbot über den Haus- und Gartenbereich hinaus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) will den Wirkstoff als Mittel für die Abreifebeschleunigung von Getreide und Raps verbieten. Selbst wenn die gefundenen Rückstände in Lebensmitteln unter den derzeit gültigen Höchstgehalten liegen, sei eine nahe vor dem Erntezeitpunkt liegende Anwendung von Glyphosat zur Reifebeschleunigung (Sikkation) vermutlich die Haupteintragsquelle in die Lebensmittelkette. Eine vom BUND durchgeführte Studie zur Glyphosat-Belastung in menschlichem Urin wurde im Grundsatz von Bundesinstitut für Risikobewertung bestätigt.     gbr   Quelle und mehr Details: www.agrarheute.com/glyphosatverbot-in-haus-und-kleingaerten