Mehr gentechnisch manipulierte Tiere?

Nach der Marktzulassung eines Gentechnik-Lachses in den USA wollen nun weitere Firmen gentechnisch manipulierte Tiere auf den Markt bringen. Ein Bericht von Testbiotech, der im Auftrag der Grünen im Deutschen Bundestag erstellt wurde, gibt einen Überblick über die geplanten Anwendungen, die Risiken für Mensch und Umwelt sowie die möglichen Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

Wörtlich heißt es in der Zusammenfassung: Derzeit findet eine regelrechte Kampagne zur Einführung von Tieren in der Landwirtschaft statt, die mit neuen gentechnischen Verfahren manipuliert werden. Begründet wird dies unter anderem mit der Sicherung der Welternährung sowie dem Schutz vor Krankheiten und Allergien. Im vorliegenden Bericht wird gezeigt, dass die meisten der aktuell genannten Beispiele, wie eine höhere Leistung der Tiere, Anpassungen an Haltungsbedingen, veränderte Zusammensetzung der Milch, Resistenzen gegen Viren und Parasiten oder die Freisetzung von Gentechnik-Insekten, schon in ihrer Zielsetzung fragwürdig sind. Die Freisetzung und landwirtschaftliche Nutzung von Gentechnik-Tieren würde zu einer erheblichen Gefährdung von Mensch und Umwelt führen.     Mit dem geplanten Einsatz gentechnisch veränderter Olivenfliegen und Kohlmotten erhält die Gentechnik in der Landwirtschaft ein neues Anwendungsgebiet: Es geht nicht länger um die Nutzpflanzen, die auf dem Acker wachsen, oder um Nutztiere, die in einem Stall stehen, sondern hier ist die biologische Vielfalt im Umfeld der Landwirtschaft betroffen. Die für diese Zwecke gentechnisch veränderten Organismen sollen nicht zeitlich und regional kontrolliert eingesetzt werden, sondern ihre Veranlagungen unkontrolliert in natürlichen Populationen verbreiten.     Quelle Testbiotech: http://testbiotech.org/node/1536   Der komplette Bericht bei Bärbel Höhn, MdB, Die Grünen zum Download: http://www.baerbelhoehn.de/fileadmin/media/MdB/baerbelhoehn_de/www_baerbelhoehn_de/160111_Studie_Risiken_Gentiere.pdf