Natur in der Dauerkrise

Die biologische Vielfalt in Deutschland steckt in einer Dauerkrise. Das ist die ernüchternde Bilanz im Jahresbericht 2014 des Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU).

Vogel des Jahres 2014 Grünspecht
Vogel des Jahres 2014
Grünspecht © NABU/R. Martin

Zu den größten Herausforderungen zählt laut NABU der alarmierende Zustand der biologischen Vielfalt. Sie befindet sich in einer Dauerkrise. Die Bundesregierung selbst hat sich Anfang dieses Jahres ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, als sie den aktuellen Indikatorenbericht zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt vorgestellt hatte. Zwischen Ist-Zustand und Ziel klaffen breite Lücken. Inzwischen ist jede dritte in Deutschland untersuchte Art gefährdet, so auch das Ergebnis des Artenschutzberichtes des Bundesamtes für Naturschutz (BfN).

Auch innerhalb der gesamten Europäischen Union gelten 77 Prozent der Ökosysteme als geschädigt. Sorgen bereiten den Naturschützern vor allem die in der Agrarlandschaft lebenden Arten, wo die Bestände mehrerer Vogelarten wie Kiebitz oder Feldlerche bei nur knapp über 50 Prozent der für 2015 angestrebten Werte liegen. Dringend notwendig ist eine EU-Agrarpolitik, die mehr Naturschutz in der Landwirtschaft fördert.     Der 48-seitige Jahresbericht wurde am 24. August 2015 vorgestellt, er kann im Internet geladen werden: https://www.nabu.de/downloads/jb2014.pdf     Quelle: https://www.nabu.de/wir-ueber-uns/transparenz/jahresbericht/index.html