Neonikotinoide: Imkerverbände mischen sich ein

Die wasserlöslichen Neonicotinoide sind Nervengifte und stellen ein besonderes Problem für die Umwelt und die Bienen dar. Deshalb hat die EU-Kommission das Verbot der Neonikotinoide beschlossen. Seit dem 1. Dezember 2013 dürfen die Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam nicht mehr ausgebracht werden.

Auch durch den außerordentlichen Einsatz insbesondere der deutschen Imkerverbände konnte das Verbot auf europäischer Ebene durchgesetzt werden. Dabei war Walter Haefeker, Präsident des Europäischen Berufsimkerbundes, federführend. Mellifera e.V. hatte im September 2013 ein wissenschaftliches Symposium zu den sublethalen Effekten der Neonicotinoide auf die Honigbienen organisiert.*     Allerdings haben die Firmen BASF, Syngenta und Bayer nun gegen das Verbot Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Um zu verhindern, dass der Konflikt auf Kosten der Bienen und der Umwelt außergerichtlich unter der Hand „gelöst“ wird, mischen sich Imkerverbände jetzt in das Gerichtsverfahren ein. Als Prozessbeteiligte wollen Mellifera e.V. und  andere Imkerverbände in das Gerichtsverfahren einbringen und genauso wie die klagendenden Chemiekonzerne und die beklagte EU-Kommission alle Schriftsätze im Verfahren bekommen.     Mellifera e.V. hat die Anwaltskanzlei GGSC in Berlin mit den Anwälten Dr. Buchholz und Dr. Willand mit dieser Aufgabe beauftragt und übernimmt die Organisation und die Verantwortung für die Finanzierung. Der Österreichische Berufsimkerbund, der Österreichische Imkerbund und auch der Oberösterreichische Landesverband für Bienenzucht machen bereits mit. Die genannten Verbände haben vierstellige Geldbeträge zugesagt. Das Bündnis ist aber auf weitere Spenden angewiesen.     gbr   Quelle und mehr: http://www.mellifera.de/land/Neonicotinoide/index.html     * Näheres zum Symposium und den Ergebnissen finden Sie hier:    http://www.mellifera.de/portal/portal.aktuell/news.portal.30/index.html