Neue Bienen mit Gentechnik?

Abbildung: Testbiotech e.V.
Abbildung: Testbiotech e.V.

Der Infodienst Testbiotech e.V. warnt: Bienen sind verschiedenen Gefahren ausgesetzt, Parasiten, Nahrungsmangel, Spritzmitteleinsatz einer hochintensiven Landwirtschaft. Entweder man schafft eine bienenfreundlichere Umwelt, oder man schafft eine neue Biene. Da Bienen vor allem als Bestäuber dringend benötigt werden, versucht die Gentechnik Bienen anzupassen. Noch ist man zwar nicht so weit, dass gentechnisch veränderte Bienen freigesetzt werden sollen. Doch schon 2014 zeigten deutsche Wissenschaftler, dass die gentechnische Manipulation von ganzen Bienenvölkern machbar ist. Jetzt sollen mit neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR-Cas interessante Gene im Erbgut von Bienen aufgespürt beziehungsweise geblockt werden, um deren Funktion zu untersuchen.

Den Varroamilben an den Kragen?
Außerdem werden neue biologische Botenstoffe, miRNAs, synthetisiert. Mit diesen kann in die Regulation der Gene eingegriffen und deren Aktivität verändert werden. Diese miRNAs sollen u.a. über das Futter verabreicht werden. Theoretisch könnten die Bienen so auch resistenter gegen Umweltgifte gemacht werden. Zunächst sollen über synthetische miRNAs die Parasiten bekämpft werden, die den Bienenstock befallen: Die miRNA soll über das Futter verabreicht werden und über die Biene auch von den Parasiten, insbesondere der Varroa-Milbe aufgenommen werden. Dort soll sie in die Genregulation eingreifen und so die Milben töten.

Monsanto hat sich hier schon in Stellung gebracht und u.a. Patente auf miRNA angemeldet, die Bienen über das Futter erhalten und unter anderem die Varroa Milben abtöten sollen. Monsanto hält das Geschäft mit seinem neuen Arsenal der „biologischen Kriegsführung“ für ausbaufähig: Auch andere Arten, die u.a. zu den Schlupfwespen, Krebstieren und Fliegen gehören, sollen auf diese Weise bekämpft werden.

Quelle: PM Testbiotech am 16.6.2017