Neues Varroamittel MAQS® – Warnung auch aus Celle

Bereits am 11. August hatten wir von einer Anwendung der MAQS® abgeraten. Das Institut für Bienenkunde Celle ergänzt mit einem Infobrief am 3. September frühere Informationen zum Gebrauch des jüngst zugelassenen Varroamittels MAQS®.

Wir berichteten auch bereits am 11.8. über die Problematik in der Anwendung. Celle schreibt nunmehr ganz aktuell: „Wir hatten in unserem Infobrief vom 24.06.2014 unsere Bedenken vor einem unkritischen Einsatz dieses neu zugelassenen Varroazides geäußert und vor einem „einfach drauf los“ gewarnt. In der Zwischenzeit gibt es aus verschiedenen Regionen in Deutschland Problemmeldungen bei der Anwendung von MAQS® bis hin zu ganzen Völkerverlusten, deren Ursache noch nicht geklärt werden konnte. Sollten Sie eventuell nach wie vor MAQS® (Mite Away Quick Strips) einsetzen wollen, dann sollten Sie als wichtige Vorsichtsmaßnahme darauf achten, dass zwischen dem Gelstreifen und vorhandener Brut ausreichend Abstand (Futterkranz) besteht, um Brutschäden zu vermeiden. Von daher sollten die Streifen nicht zwischen zwei Bruträume eingelegt werden. Zudem müssen Sie das „Kleingedruckte“ bedenken, denn bei der Anleitung zum Öffnen der MAQS® Streifen steht klar und deutlich, dass keinesfalls die Papierumhüllung des Streifens entfernt werden darf. Das hat in konkreten Einzelfällen zu sofortigen Völkerverlusten während der MAQS® Streifen-Applikation geführt. Zudem muss während des Einsatzes der MAQS® Streifen das Flugloch weit geöffnet sein. In Hinterbehandlungsbeuten, bei denen bautechnisch keine weite Fluglochöffnung möglich ist, verbietet sich von daher der Einsatz der Streifen.   Quelle: LAVES Institut für Bienenkunde Celle, Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle     gbr