Offener Brief zum Rückgang der Insektenpopulation

Gefährdete Hornisse. Foto: Gilbert Brockmann
Gefährdete Hornisse.
Foto: Gilbert Brockmann

Ein breites Bündnis von Naturschutzverbänden wendet sich mit einem Offenen Brief an Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Dort heißt es u.a.: „Noch ist es nicht zu spät, die Artenvielfalt unserer Insektenwelt und damit die Vielfalt und das Gleichgewicht der naturnahen Umwelt in Deutschland und Europa zu stabilisieren – doch allerhöchste Zeit, wenn es demnächst zur Abstimmung über eine mögliche Wiederzulassung der hochproblematischen Neonicotinoide kommt. Eine falsche Entscheidung hierbei könnte verheerende Folgen haben und wäre unvereinbar mit allen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und umweltgerechter Landwirtschaft.“

Weiter erklären die Unterzeichner: „Als mit der Tierwelt unserer Heimat vertraute Naturinteressierte und Fachentomologen registrieren auch wir seit einigen Jahren mit Sorge einen auffälligen Rückgang von Insekten und insektenfressenden Wirbeltieren in Südwestdeutschland. Wir nehmen daher die im Januar 2017 bei der EU Kommission bevorstehende Prüfung der Wiederzulassung der drei Neonicotinoid-Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zum Anlass, uns mit der Bitte an Sie und an die zuständigen Minister zu wenden, sich im Rahmen Ihrer politischen Möglichkeiten gegen die Wiederzulassung dieser Stoffe einzusetzen. Aus der Sicht zahlreicher kompetenter Wissenschaftler sind die zuvor genannten Insektizide ein wesentlicher Grund für den derzeitigen alarmierenden, ja beängstigenden Rückgang vieler Insektenarten.“

Den gesamten Offenen Brief „zum dramatischen Rückgang der Insektenpopulation“ und weitere Informationen findet man auf der Homepage vom NABU-Baden-Württemberg

gbr